Willkommen beim NABU Oberelsungen

Für Mensch und Natur

Gartenvögel am Muttertagswochenende

NABU lädt ein zur „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai

Vom 8. bis 10. Mai findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU Hessen ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden. „Viele Menschen haben in den letzten Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur vor ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt“, erklärt Markus Dietrich, Vorsitzender des NABU Region Kassel. „Zwar sind große Vogel-exkursionen aktuell Corona-bedingt nicht möglich, aber die Vögel in Gärten und Parks kann man auch so wunderbar beobachten.“ Das zeigten auch die zahlreichen Vogelbe-obachtungen, die den NABU unabhängig von der Stunde der Gartenvögel in den letzten Wochen erreicht haben.

 

 

Gartenvögel wie die Blau- und Kohlmeise haben in diesem Frühling deutlich mehr Aufmerksamkeit erfahren als in anderen Jahren. Denn in Teilen der Republik beobachten Naturinteressierte und Expert*innen seit März ein auffälliges Massen-sterben, von dem vor allem Blaumeisen betroffen sind.

Allein vom 10. bis 22. April wurden dem NABU deutschlandweit 13.800 Fälle mit 26.000 Vögeln gemeldet. Die Karte aller Meldungen zeigt eine deutliche Häufung in Hessen und angrenzenden Bundesländern. „Der jetzt identifizierte Erreger, ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, löst eine für die kleinen Vögel tödliche Lungenentzündung aus“, erläutert Dietrich. „Die kommende Zählung im Mai kann uns Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen in den besonders betroffenen Gebieten widerspiegelt.“ Der NABU erwartet die Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel daher mit großer Spannung. Je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger sind auch die Ergebnisse. 

 

 

Der NABU rät: „Wer mehr Natur in seinem Umfeld erleben und Gartenvögeln helfen möchte, sollte seinen Hof, Balkon oder Garten zum Mini-Naturschutzgebiet machen. Denn in einem vogelfreundlichen Garten finden viele Arten Nahrung und ein Zuhause – und die Blau-meisenbestände können sich hoffentlich wieder erholen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Wer auf die Vogelfütterung nicht verzichten möchte, sollte unbedingt mit Hygienestandards an Futterhaus und Wasserstellen dafür sorgen, dass sich die Tiere nicht gegenseitig anstecken können. „Wichtig ist, dass die Futterstellen und Tränken immer sauber gehalten werden. Dazu muss das Wasser täglich gewechselt und am besten noch die Behälter mit heißem Wasser überbrüht werden, um Keime zu töten“, rät Dietrich. Sobald jedoch tote oder kranke Vögel im Garten gefunden werden, müssen die Fütterung und Vogeltränken sofort eingestellt werden. Nur so können weitere Tiere vor dem Risiko einer Ansteckung bewahrt werden. Vergangenes Jahr nahmen mehr als 76.000 Vogelfreundinnen und -freunde an der Stunde der Gartenvögel teil, davon über 5.700 aus Hessen. Damit das Zählen wieder problemlos gelingt, bietet der NABU Unterstützung an, in Form der NABU-App Vogelwelt sowie mit Artenporträts der Gartenvögel und ihre Gesänge zum Nachhören.  

 

 

„Stunde der Gartenvögel – so geht‘s

 

Und so funktioniert die Teilnahme: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können einfach im Internet unter www.stundedergartenvoegel.de oder über die kostenlose NABU-App Vogelwelt, (erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt) gemeldet werden. Alternativ geht die Meldung auch per Post oder Telefon über die kostenlose Rufnummer 10.00 bis 18.00 Uhr: 0800-1157115 (Achtung! Die Meldehotline ist nur am 9. Mai freigeschaltet). Meldeschluss der Vogelbeobachtungen ist der 18. Mai.

 

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit, in Hessen oder in einem Landkreis entwickelt hat. Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (4. bis 8. Mai) ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg

 

 

Hintergrund zum Meisensterben

 

Das Bakterium Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt. Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und tritt dort flächendeckend regelmäßig auf, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, sollten tote Vögel nur mit Handschuhen angefasst werden. Der Fund kranker und toter Meisen kann weiterhin unter www.NABU.de/meisensterben mit Daten und Fotos gemeldet werden.

 

Baggern für die Artenvielfalt

Damit hier wieder Erdkröten, Grasfrösche und Molche laichen, oder Vögel das NABU-Schutzgebiet „ND Flachsröste Oberelsungen“ als Brut und Nahrungsplatz nutzen können, führt die NABU Gruppe Oberelsungen zusammen mit einer Fachfirma dort zurzeit umfangreiche Baggerarbeiten durch. Nachdem zunächst die im Gebiet befindlichen Kopfweiden geschnitten wurden, wird jetzt aus den Teichen der sich in über 40 Jahren angesammelte Faulschlamm entfernt. Dieser hatte zu einer Verlandung und starken Verkrautung durch Rohrkolben geführt was zu einer Abnahme der Artenvielfalt führte. Man will durch diese Maßnahmen aber auch dafür sorgen, dass die Teiche nicht wie in den letzten zwei Jahren völlig austrocknen. Das Schutzgebiet wurde 1979 gestaltet und besteht aus Teichen, Tümpeln, Wiese, Hecken und Feldgehölz und somit ist hier mit der Zeit wichtiger Lebensraum für eine artenreiche Fauna und Flora entstanden. Dank der Unterstützung durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Kassel, welche das Gebiet als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen hat, stellt das Regierungspräsidium Kassel die finanziellen Mittel aus der hessischen Biodiversitätsstrategie für die Arbeiten zur Verfügung. Die Arbeiten sollen noch im Frühjahr abgeschlossen werden.

EAM Stiftung zeichnet Projekt aus

NABU Oberelsungen nimmt Preis entgegen
NABU Oberelsungen nimmt Preis entgegen
Alle Preisträger EAM Stiftung 2017
Alle Preisträger EAM Stiftung 2017

Die EAM Stiftung hat in diesem Jahr 16 Preisträger aus rund 100 Bewerbungen von gemeinützigen Initiativen ausgezeichnet. Darunter den NABU Oberelsungen mit seinem neuen Projekt Insektenhäuser für Artenvielflat auf unseren Streuobstwiesen.  Für dieses Proekt konnten wir nun 1.000,00 € von der EAM Stiftung im Empfang nehmen. Wir sagen vielen Dank an die EAM Stiftung.  www.EAM.de

GENAU  Umweltlotterie - Wir haben gewonnen

Projekt „Blühende Wiesen für die Artenvielfalt“ gewinnt

Zunehmend gefährdete Wiesenbiotope für eine Vielzahl an Kleintieren und Insekten zu erhalten, so lautet das Anliegen des Naturschutzbund (NABU) Oberelsungen e.V. Rund sieben Hektar dieser artenreichen Lebens- und Rückzugsräume haben die nordhessischen Umweltschützer in ihrer Obhut, außerdem eine kleine Rhönschafherde, die bei der Wiesenpflege hilft.
Sie wissen es zwar nicht, aber die 30 Rhönschafe, die der NABU Oberelsungen auf seinen betreuten Wiesen im Herzen des Kreis Kassels weiden lässt, grasen für den Umweltschutz. „Die Tiere wurden extra für die Wiesenpflege angeschafft. Ohne sie wäre der Erhalt der rund sieben Hektar Grünland für uns überhaupt gar nicht zu bewältigen“, erklärt Markus Dietrich, Vorsitzender des NABU Oberelsungen. Seit 1995 unterstützen die wollenen Landschaftspfleger die ehrenamtlichen NABU-Helfer bei ihrem Herzensanliegen, wieder mehr Leben und Vielfalt in die nordhessische Kulturlandschaft zu bringen. Klarer Auftrag der Rhönschafe: die Wiesen und Trockenrasen, die der NABU gekauft, gepachtet oder von der Stadt Zierenberg zur Pflege übernommen hat, auf natürliche Weise kurz zu halten – und zu pflegen. Damit die Blütenvielfalt in diesen Naturräumen wieder Einzug hält und mit ihr viele Insekten, Kleintiere und Vögel. Doch die Betreuung der Schafe ist aufwendig und auch mit den Tieren sind die Kulturbiotope auf fremde Hilfe angewiesen: „Um zu vermeiden, dass die Wiesen verbuschen, müssen sie einmal jährlich gemäht werden. Dafür brauchen wir Maschinen und Geräte, die regelmäßig gewartet und instandgehalten werden müssen. Der zeitliche, aber auch finanzielle Einsatz ist enorm“, sagt Dietrich. Kurz vor dem Start der Umweltlotterie im März 2016 hatte er daher sein Projekt „Blühende Wiesen für die Artenvielfalt“ bei GENAU für den Zusatzgewinn angemeldet, am 12. Mai 2017 wurde der Kreis Kassel als Gewinner-Landkreis gezogen, zum zweiten Mal seit dem Start der Lotterie. Die Wochengewinner dieser Ziehung wählten nun unter acht möglichen Projekten das Blühprojekt des NABU Oberelsungen aus. 
Die damit verbundenen 5.000 Euro sollen nun die tierische Landschaftspflege erleichtern. „Als erstes werden wir weitere Elektrozäune für die Schafhaltung anschaffen. Endlich können wir auch unseren Traktor überholen. Das ist schon so lange überfällig“, freut sich Dietrich. Darüber hinaus sollen von dem Zusatzgewinn aus der Umweltlotterie mehrere Insektenhotels gekauft werden, ebenso Samen für weitere blütenreiche Säume und Wiesen, um die betreuten und neue Grünflächen in der Region sowohl für pflanzliche als auch tierische Bewohner wieder attraktiver zu machen. Erste Erfolge geben den nordhessischen Naturschützern schon Recht: „So flattern wieder regelmäßig Schwalbenschwanz, Kaisermantel oder Postillion über die bunten kleinen Paradiese. Auch die ersten Orchideen begeisterten letztes Jahr auf der ‚Oberelsunger  Trift‘ den Naturfreund“, so Dietrich, der den GENAU-Zusatzgewinn auch als Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit der Aktiven des NABU Oberelsungen empfindet. „Der Gewinn macht uns sehr stolz. Herzlichen Dank an alle Gewinner, die für uns gestimmt haben.“

 

Obstbaumpflanzaktion in Oberelsungen

Im November wurden auf einer Streuobstwiese weitere Obstbäume gepflanzt